Prinzessin des Vereins und zertifizierter Begleithund
   
(c) by Wolfgang Goltz  
   
   
22.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

seit Freitag hat Papa Micha schon wieder einen neuen Fiffi! Deshalb konnte er uns auch nicht in die Tierklinik begleiten. Das neue Haarteil war ja wichtiger! Männer!!!

   
   
Und schon muss ich mir gleich wieder Sorgen um ihn machen. Dabei habe ich ja eigentlich genug mit mir selber zu tun, aber der Friseur meinte zu Papa Micha, er soll den Fiffi abends nach dem Tragen mit viel Alkohol vom Kopf ablösen und deshalb war Papa Micha gestern extra noch bei Penny.
   
   
Papi hat sich gestern selber verrückt gemacht, denn er fürchtete, ich könnte mir den Verband abpulen, während er zum Einkaufen ist. Aber auf solch einen Gedanken würde ich natürlich niemals kommen! Was denkt der sich?
   
   
Damit ich hier zuhause ein wenig zur Ruhe komme, hat Papi mir sogar noch einen neuen Kopfhörer gekauft. Jetzt muss ich mir das dauernde Gezanke von Peggy und Kai-Uwe nicht mehr anhören und das Teil passt auch noch richtig gut zu mir!
   
   
Und Papi hat gestern zufällig noch einen hübschen Rahmen für das Stickbild von Kai-Uwe erstanden, das Tante Sabine vor Wochen bereits angefertigt hat. Selbst Kai-Uwe war begeistert.
   
   
Eigentlich sollte Papa Micha das Bild auch gleich aufhängen, aber dem war gestern die Petersilie verhagelt. Eine Kollegin meinte nämlich, er sähe mit dem neuen Haarteil aus, wie Jürgen von der Lippe nach der Wurmkur.
   
   
Heute muss Papa Micha auch arbeiten und wir werden die Ruhe genießen. Außerdem will mir meine kleine Freundin Saskia einen Krankenbesuch abstatten und darauf freue ich mich natürlich jetzt schon!

Deine Lisa

   
   
21.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

gestern hieß es bereits mitten in der Nacht aufstehen, denn wir hatten am frühen Morgen den Termin für meine zweite OP in der Tierklinik und Papi musste wieder mal nach Gehör fahren, wegen seiner 100prozentigen Nachtblindheit. Es war ja noch stockdunkel!

   
   
Kaum angekommen ging es erstmal auf die Waage und die freundliche Arzthelferin verkündete, dass ich 15 Kilo wiege. Erst der skeptische Blick von Papi veranlasste die junge Dame dann, erneut die Tastatur zu drücken. Die Waage zeigte 20 Kilo! Immer noch sehr schmeichelhaft!
   
   
Erst, als meine Physiotherapeutin bestätigte, dass auch das nicht stimmen kann, wurde eine zweite Waage befragt. Tante Janine hatte ich als Verstärkung zu dem 12köpfigen internationalen Ärzteteam hinzugezogen. Sie kennt meinen körperlichen Zustand nicht nur am besten, sie hat auch während der gesamten OP meine Pfote gehalten.
   
   
Das folgende Foto hat Seltenheitswert, denn es zeigt gleich 2 Lisas. Die nette junge Schwester heißt nämlich wie ich. Wer die Hübschere von uns beiden ist, das muss ich wohl nicht betonen an dieser Stelle. Sag doch selbst, die jungen Dinger heutzutage sind doch viel zu mager!
   
   
Und weil die OP wieder fast 3 Stunden dauerte, brauchte ich entsprechend Zeit im Aufwachraum, um wieder zu mir zu kommen. Aber Papi war die ganze Zeit bei mir und das hat mich sehr beruhigt.
   
   
Zuhause warteten dann schon Tante Anne, Onkel Herbert und Onkel Marco auf uns. Aber nicht, weil sie bloß einen Blick auf meinen sexy Verband werfen wollten! Onkel Herbert hatte extra seinen freien Nachmittag geopfert, um mir aus dem Lisa-Mobil zu helfen!
   
   
Ich habe mir auch schon überlegt, als Dank werde ich die Tante Anne und Onkel Herbert zu Graf und Gräfin mit lebenslangem Frühstücks-Recht bei uns ernennen. Da freuen sie sich ganz bestimmt!

Deine Lisa

   
   
20.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

heute ist nun der große Tag: meine zweite OP steht an und ich wünschte, ich würde bereits im Aufwachraum in Papis Arm liegen, denn dann hätte ich schon alles hinter mir.

   
   
Damit ich auf dem Weg nach Hause dann auch bequem auf der Ladefläche im Lisa-Mobil liegen kann, haben wir gestern erstmal unseren Wagen ausgeräumt. Dann muss Papi sich auch nicht wieder vor dem Klinikpersonal schämen.
   
   
Im Grunde gab es da aber nicht viel aufzuräumen und deshalb war Papa Micha mit der Hilfe von Kai-Uwe auch ruckzuck damit fertig!
   
   
Damit Papi während der Wartezeit (letztes Mal dauerte die OP über 3 Stunden) keinen Schmacht bekommt, hat er bereits sämtliche Akkus für seine E-Zigarette aufgeladen. Als Onkel Gerd neulich auf dem Weg zum Training seinen Dampfapparat vergessen hatte, sah das nämlich ungefähr so aus:
   
   
Papi ist schon wieder reichlich aufgeregt, aber was soll schon groß passieren? Nicht nur Arco und Peggy, auch unsere beiden Kater haben versprochen, mir die Daumen zu drücken! Außerdem habe ich ordentlich abgenommen und bin in bester körperlicher Verfassung.
   
   
Weil Papa Micha aber heute Nachmittag wieder einen furchtbar wichtigen Fiffi-Termin in Hamburg hat, kann er mich natürlich nicht aus dem Auto heben, wenn wir wieder zuhause sind.
   
   
Aber da haben sich gestern noch spontan Tante Anne und Onkel Herbert bereit erklärt, extra meinetwegen zu uns zu kommen. Auf die ist Verlass und Papi können sie dann auch gleich wiederbeleben, denn der ist bestimmt fix und alle!

Deine Lisa

   
   
19.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

seitdem ich unserem kleinen Kai-Uwe erzählt habe, dass ich morgen wieder in die Tierklinik muss, ist der arme Kerl in großer Sorge und weicht mir nicht mehr von der Seite.

   
   
Onkel Marco, unser Hundesitter, findet das lustig und er hat sich schon damit abgefunden, dass unser Spaziergang am Nachmittag nicht mehr ohne unseren „vierten Hund“ stattfinden kann.
   
   
Während Papi dann in aller Ruhe mit mir durch die Botanik streift, spielt Onkel Marco ein wenig mit Peggy und Arco kann inzwischen unbeobachtet sein Geschäft erledigen. Wem der Ball dabei gehört, das hat Peggy unserem Kater allerdings schnell klar gemacht!
   
   
Kai-Uwe begleitet dann immer Papi und mich und gestern bot er Papi sogar an, meine Leine zu halten. Wie gesagt, er ist im Augenblick wirklich sehr besorgt um mich.
   
   
Bei Onkel Marco kann von großer Besorgnis allerdings keine Rede sein. Der bestellte sich nämlich bereits auf dem Rückweg vom Spaziergang seine 3 Döner zum Abendbrot. Dem armen Arco lief dabei das Wasser im Mund zusammen!
   
   
Weil wir morgen bereits um 8.30 Uhr in der Tierklinik in Posthausen sein müssen, werde ich nachher das Lisa-Mobil auftanken. Dann muss Papi sich nicht darum kümmern und außerdem hat unsere Tankstelle jetzt einen ganz feschen jungen Tankwart.
   
   
Aber jetzt muss ich langsam meine Sachen zusammen packen. Beim letzten Mal hätte Papi beinahe mein Kuscheltier vergessen und ohne Kuscheltier im Aufwachraum, das geht gar nicht! Vielleicht nehme ich aber ja auch Kai-Uwe mit.

Deine Lisa

   
   
18.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

ich hatte gestern Kai-Uwe auf der Straße vor unserem Haus postiert, damit er uns rechtzeitig Bescheid sagen konnte, denn wir erwarteten ganz besonders hohen Besuch.

   
   
Aber nicht die Queen oder der Papst kamen zu uns, sondern Tante Gaby (die mit y) und Tante Gabi (die mit i) vom Hundeverein gaben sich gestern die Ehre. Papi hatte extra Berliner besorgt.
   
   
Wir haben ja bekanntlich bald unsere Herbstprüfungen und die beiden Damen mussten in ihre umfangreichen Aufgaben dafür eingewiesen werden und wer könnte das besser, als unser Arco. Arco hat ja bereits an zahlreichen Prüfungen mit Erfolg teilgenommen!
   
   
Weil Tante Gaby (die mit y) aber natürlich wieder mal ihre Sehhilfe vergessen hatte, musste Arco ihr dann noch seine Lesebrille leihen. Aber damit klappte es tadellos und schon bald waren alle wichtigen Dinge erledigt.
   
   
Natürlich hatte ich vorab bereits alle prüfungsrelevanten Aufgaben bis ins kleinste Detail vorbereitet, die Verteilung der einzelnen Aufgaben untereinander habe ich dann aber den Damen selber überlassen.
   
   
Und natürlich ließ unser Kai-Uwe es sich nicht nehmen, zwischendurch unseren hohen Besuch persönlich zu begrüßen. Man merkt eben immer wieder, die gute Kinderstube hat er von mir! Kai-Uwe bot unseren Gästen sogar ein paar von seinen Leckerlis an!
   
   
Außerdem passte das auch ganz gut, denn ich trage mich mit dem Gedanken, unserem Kater die Prüfungsleitung für unsere Frühjahrsprüfungen im nächsten Jahr zu übertragen. Dazu muss Kai-Uwe zwar erst noch Mitglied in unserem Hundeverein werden, aber das sollte ja wohl kein Problem sein!

Deine Lisa

   
   
17.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

wenn ich das nur geahnt hätte, wie interessant es ist, auch einmal vorne vor unserem Haus zu liegen, dann hätte ich das schon viel früher mal gemacht und nicht den halben Sommer hinten im Garten verplempert!

   
   
Ich hätte gestern nämlich stundenlang unseren reizenden Nachbarinnen von gegenüber beim Tratsch und Klatsch zuhören können und was man da so alles an Neuigkeiten erfährt, du glaubst es kaum, auch über uns!
   
   
Leider mussten Papi und ich dann aber los, wir waren nämlich am frühen Abend noch mit meiner persönlichen Physiotherapeutin Tante Janine verabredet.
   
   
Das passte aber ganz gut, denn anschließend war noch Vorstandssitzung vom Verein und dort konnte ich dann auch gleich den Antrag auf Erstattung meiner Behandlungskosten stellen. Statt einer Zusage gab es allerdings nur betretene Gesichter!
   
   
Stattdessen meinte Onkel Jörg auch noch ganz keck, meine Erkrankung wäre durch meine wenigen Gramm Übergewicht entstanden und ich sollte mir lieber an die eigene Nase fassen. Hat man Worte?
   
   
Krank werden darf man heute wirklich nicht mehr und deshalb musste Papi mir gestern auch sofort versprechen, sich künftig gesünder zu ernähren und mehr Fisch zu essen!
   
   
Das hat Papi mir auch wirklich versprochen, aber ich trau dem Braten nicht. Das ging mir irgendwie zu glatt! Ich fürchte, das werde ich kontrollieren müssen!

Deine Lisa

   
   
16.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

gestern war ein traumhaft schöner Tag und das ging morgens beim gemeinsamen Spaziergang mit Papi und Kai-Uwe schon los. Obwohl noch Frühnebel herrschte, zeichnete sich das tolle Wetter bereits ab.

   
   
Am frühen Nachmittag kam dann Tante Iris mit Kuchen von ihrem Geburtstag. Ihre Hunde Ronja und Tobi, die sie mitgebracht hatte, waren allerdings ziemlich geschockt, als sie Papa Micha sahen.
   
   
Papa Micha hatte nämlich seinen Fiffi zum Reinigen abgenommen und ich hatte ihm vormittags, damit niemand seine Glatze sehen kann, auf dem Flohmarkt ein bezauberndes Hütchen gekauft mit Schleier und Federn.
   
   
Weil Tante Iris sich aber vor Lachen nicht mehr halten konnte, habe ich Papa Micha dann überzeugt, doch lieber wieder seine „Hundefreunde“-Kappe aufzusetzen.
   
   
So konnten sich Ronja und Tobi wieder beruhigen und außerdem wäre der kostbare Kopfschmuck beim anschließenden Abdecken unseres Pools bloß schmutzig geworden. Du weißt ja, Papa Micha und weiße Klamotten!
   
   
Frau Meyer von schräg gegenüber, die wir kurz darauf bei unserem Nachmittagsspaziergang trafen, war allerdings enttäuscht. Sie hätte Papa Micha zu gern mit seinem neuen Hütchen gesehen.
   
   
Papa Micha hat auch schon umdisponiert. Er wird jetzt überwiegend den neuen Hut tragen, um die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu ziehen. Den Fiffi kennt ja inzwischen jeder. Mal sehen, was seine Kollegen und Kolleginnen im Krankenhaus heute dazu sagen!

Deine Lisa

   
   
15.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

du wirst jetzt sagen, dass ich das dauernd behaupte, aber gestern war wirklich ein ganz außergewöhnlicher Tag. So etwas gibt es garantiert nur hier bei uns!

   
   
Unsere beiden hinreißenden Nachbarinnen Tante Conny und Tante Iris sind weder verwandt, noch verschwägert. Sie wohnen nur zufällig nebeneinander und trotzdem hatten beide gestern Geburtstag!
   
   
Wie alt die Beiden geworden sind, sage ich natürlich nicht. Ich will nur so viel verraten, zusammen sind sie jetzt 143 Jahre alt, wenn ich richtig gerechnet habe. Unsere Papis haben natürlich gleich morgens einen lieben Glückwunsch geschickt.
   
   
Was Tante Iris bekommen hat, weiß ich gar nicht. Das Geschenk für Tante Conny von ihrer Familie war eine ganze Wagenladung Pflastersteine für ihre Auffahrt, die sie auch gleich mit abladen durfte. Das konnte ich jedenfalls vom Küchenfenster aus beobachten. Sag selbst, ist das nicht romantisch?
   
   
Wir haben natürlich auch noch eine Kleinigkeit für unsere lieben Nachbarinnen besorgt. Weil aber gestern Stau auf der Autobahn war, ist unser Geschenk leider nicht mehr rechtzeitig angekommen.
   
   
Die Feiern gegenüber gingen bis in die frühen Morgenstunden, aber besonders schön war natürlich das Feuerwerk um Mitternacht. Es geht wirklich nichts über eine nette Nachbarschaft, aber ich glaube, das sagte ich schon mal!

Deine Lisa

   
   
14.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

für viele Leute war gestern ein Tag des Schreckens, aber wir lassen uns von so etwas natürlich absolut nicht beeindrucken. Das wäre doch gelacht!

   
   
Unser Pepe hat das dagegen etwas anders empfunden. Als er den Katzenkorb erblickt hatte, da ahnte er bereits, was ihm blühte. Gestern war nämlich sein Termin zum Impfen.
   
   
Mit etwas Überredungskunst gelang es dann aber Papa Micha unter den kritischen Augen von Kai-Uwe und Arco, unseren Kater von der Wichtigkeit dieser ärztlichen Maßnahme zu überzeugen.
   
   
Die freundliche Arzthelferin erkundigte sich dann auch gleich nach meinem Befinden, aber als Mitglied des Hochadels bespreche ich solche Dinge natürlich nur mit Frau Doktor persönlich und nicht mit dem Personal!
   
   
Am Nachmittag ist uns dann Papa Micha aufs Dach gestiegen, um seine Solaranlage für den Pool abzubauen. Das Blut habe ich aber bereits aus seinem Fiffi ausgewaschen, denn natürlich ist er ein paarmal kopfüber herunter gepurzelt.
   
   
Bei unserem Spaziergang wäre dann beinahe noch Onkel Marco gestürzt, denn Arco hatte ihn regelrecht mit seiner Leine eingewickelt. Dabei fiel mir aber sofort ein, jetzt muss sich Onkel Marco nur noch ein Stück Speck und eine Gurke in den Mund stecken und dann kann er beim Karneval als Rindsroulade gehen.
   
   
Und dass Tante Iris gestern beinahe vom Mähdrescher überfahren worden wäre, das hatte auch nichts mit dem Datum zu tun. Wenn man so unerzogene Hunde hat, die einfach ins Maisfeld rennen, kann einem sowas auch an jedem anderen Tag passieren!
   
   
Du siehst, bei uns ist gestern absolut nichts Schlimmes passiert. Man muss Freitag den 13. wirklich nicht fürchten. Das ist alles pure Einbildung!

Deine Lisa

   
   
13.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

ich muss mich kurz fassen heute, denn wir haben gleich einen Termin bei unserer Tierärztin. Diesmal bin allerdings nicht ich das Opfer. Unser Pepe muss wieder mal geimpft werden.

   
   
Papa Micha hat heute frei und deshalb hat er Tante Iris von gegenüber versprochen, ihr ein wenig behilflich zu sein. Die hat nämlich ein paar Kleinigkeiten für den Sperrmüll angemeldet und die müssen noch an die Straße gestellt werden.
   
   
Ich würde auch gerne helfen, aber ich darf nachher noch den neuen Kindergarten einweihen. Sowas gehört bekanntlich zu den Pflichten einer Prinzessin.
   
   
Am Nachmittag muss Papa Micha sich dann dringend um sein Auto kümmern. Der Motor spinnt schon wieder. Papa Micha meint zwar, das kann nichts Ernstes sein, sein Mechaniker scheint das aber ganz anders zu sehen!
   
   
Eine teure Reparatur können wir uns im Augenblick wirklich nicht leisten, aber Benno, der Hund unserer Nachbarin, kennt sich aus und will uns helfen. Was bin ich froh!
   
   
Meine Ex-Schwiegermutter Carola hatte bei dem schlechten Wetter neulich übrigens auch wieder einen kleinen Unfall. Sie hat sich aber nur den Kopf gestoßen und da ist zum Glück nichts drin, was kaputt gehen könnte!
   
   
Aber nun müssen wir los. Frau Doktor wartet sicher schon auf uns und unseren Pepe. Sie kann Unpünktlichkeit ebenso wenig leiden, wie ich! Aber wenn ich jetzt Papa Micha gleich vor dem Spiegel im Bad weg bekomme, dann schaffen wir es noch.

Deine Lisa

   
   
12.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

beim Einkaufen trafen Papi und ich gestern zufällig meine Ex-Schwiegermutter Carola. Die hat gerade ein paar Wochen Urlaub und normalerweise hat sie dann nicht ganz so schlechte Laune, wie gewöhnlich.

   
   
Deshalb hatte ich insgeheim gehofft, wenn Carola mich in meinem abgemagerten und erbarmungswürdigen Zustand sieht, dann redet sie Papi bestimmt gut zu, ein paar leckere Fleischknochen für mich zu kaufen.
   
   
Ich hätte es mir denken können, das Gegenteil war der Fall und statt Fleischknochen gab es Magerjoghurt. Dass mir der blöde Becher vor lauter Entkräftung dann auch noch runtergefallen ist, war die Krönung des gestrigen Tages.
   
   
Aber nun stell dir vor: gestern Abend habe ich Papi dabei beobachtet, wie er in unserer Großraum-Wohnküche gekocht hat und ich dachte schon, unser sündhaft teures Infusions-Kochfeld wäre kaputt. Das ging nämlich dauernd wieder aus.
   
   
Doch dann habe ich Papi genauer zugesehen und dabei auch sofort den Grund für die dauernde Koch-Störung erkannt: Beim Umrühren kommt Papi nämlich mit seiner Wampe immer auf die hochempfindliche Sensor-Steuerung des Kochfeldes und ruckzuck ist das Teil abgeschaltet.
   
   
Wie oft habe ich Papi schon empfohlen, ebenfalls eine Diät zu beginnen, aber davon will er nichts hören. Er meint, wenn er hungern muss, dann würde auch bald sein letztes Stündlein schlagen!
   
   
Lass mich erstmal wieder ganz gesund sein, dann weht hier ein anderer Wind und dann wird Papi froh sein, wenn er ab und zu den Becher von meinem Magerjoghurt auskratzen darf! Verlass dich drauf!

Deine Lisa

   
   
11.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

gestern kam eine Nachricht von Franny per WhatsApp. Sie ist mit Tante Sabine in Ostfriesland (nicht Riviera, Franny hat da was verwechelt) und war dort in einer unserer Filialen zum Essen. Das ist sehr lobenswert, denn dort gibt es natürlich die besten Pommes der Welt!

   
   
Aus dem Besuch im Heimatmuseum ist leider nichts geworden. Tante Sabine wollte ihrer kleinen Franny interessante Exponate aus ihrer Heimat zeigen, aber die Beiden kamen nicht hinein. Die Tür hat wohl geklemmt!
   
   
Während Papi und ich uns dann am späten Nachmittag zur Physiotherapie aufmachten, hatte Papa Micha einen Termin beim Zahnarzt. Was ihm genau fehlt, wollte er nicht sagen, aber ich vermute, er hat seinen Fiffi-Kleber benutzt, um seine Dritten zu befestigen. Das konnte ja nicht gutgehen!
   
   
Aufgrund des nasskalten Wetters haben wir meine Therapie dann lieber in unser Vereinsheim verlegt. Es macht ja auch wirklich keinen guten Eindruck, wenn ich von der Physiotherapie mit Rheuma in den Knochen nach Hause komme!
   
   
Erwartungsgemäß war Tante Janine wieder sehr zufrieden mit mir. Ich habe natürlich sämtliche Übungen auch ganz ohne Leckerlis absolviert … also fast ganz, meine ich natürlich.
   
   
Auf dem Rückweg wäre uns dann beinahe noch ein Reh ins Auto gelaufen. Trotzdem sind Papi und ich uns einig: wir fahren lieber Landstraße, Autobahnen sind uns nicht geheuer!  
   
   
Aber jetzt muss ich erstmal Franny antworten, die wartet sicher schon. Vielleicht bringt sie mir ja auch einen Zentner Krabben mit, die liebe ich nämlich!

Deine Lisa

   
   
10.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

die gute Nachricht vorweg: für Papi ist die Welt wieder in Ordnung, denn seit gestern gibt es beim Bäcker endlich wieder Berliner! Ein sicheres Zeichen, dass es auf Weihnachten zugeht.

   
   
Und weil ich nicht so bin, wie unsere Papis, denen am 23. Dezember einfällt, dass sie noch keine Geschenke haben, habe ich den gestrigen trüben Tag genutzt, mir schon ein paar Gedanken zu machen.
   
   
Ich habe mir auch schon etwas Tolles überlegt, das wirklich gut zu unseren Papis passen würde: eine Statue aus weißem italienischem Marmor für unseren Vorgarten. Sündhaft teuer, aber sehr stilvoll!
   
   
Da hätte ich dann auch gleich ein Geschenk für beide und unsere bezaubernden Nachbarinnen wären sicher auch begeistert. Andererseits hat Papa Micha sich bereits einen Poolboy gewünscht. Wo er jetzt immer so viel mit seinem Fiffi beschäftigt ist, schafft er das alleine nicht mehr.
   
   
Ich fürchte nur, wenn Papa Micha sich auch nicht mehr um seinen Pool kümmern muss, dann sitzt er nur noch faul mit Arco auf unserer Rentnerbank im Garten!
   
   
Du siehst, es ist wirklich nicht verkehrt, dass ich jetzt schon anfange, mir Gedanken zu machen! Was bin ich froh, dass Papi so unkompliziert ist. Da weiß ich wenigstens sofort, womit ich ihn glücklich machen kann.
   
   
Aber zuerst muss ich mich jetzt um katzensicheren Weihnachtsschmuck kümmern. Ich denke noch mit Schrecken an Ostern. Papi findet heute noch beim Saubermachen Plastikeier hinter den Schränken.
   
   
Ist das nicht verrückt? Andere verschwenden um diese Jahreszeit noch keinen Gedanken an das Fest und ich habe das Gefühl, ich bin schon voll im Weihnachtsstress!

Deine Lisa

   
   
09.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

gestern hatten wir endlich mal wieder schönes Wetter und das haben wir auch gleich bei einem schönen Spaziergang mit allem, was bei uns vier Beine hat, genossen.

   
   
Dabei musste ich dann daran denken, wie unglaublich toll sich unsere lieben Nachbarinnen am Abend zuvor aufgebretzelt hatten. Tante Conny hätte ich um Haaresbreite nicht erkannt, so umwerfend sah sie aus!
   
   
Das war überhaupt kein Vergleich zu dem, wie sie sonst aussieht. Im alltäglichen Umgang verbreitet Tante Conny ja sonst eher einen rustikalen ländlichen Charme.
   
   
Aber Tante Iris stand Tante Conny wirklich in nichts nach. Sie sah ebenso großartig aus und zur Feier des Tages hatte sie sogar ihr kostbares Collier aufpoliert (Korallenimitat, vom Flohmarkt in Lauenbrück).
   
   
Tante Annemie sah eigentlich aus, wie immer. Sie muss sich auch nicht groß herausputzen, denn sie strahlt schon von Natur aus eine Art royale Erhabenheit aus, wie ich finde. Fast wie seinerzeit die Königinmutter in England, nur dass Tante Annemie nicht so viel schottischen Whisky trinkt.
   
   
Unsere Papis sahen auch recht nett aus, aber mit den Damen konnten sie natürlich nicht mithalten. Nicht mal Papa Micha, obwohl der am Nachmittag mindestens 4 Stunden seinen Fiffi vor dem Spiegel gestriegelt hatte!
   
   
Und Papi muss sich nicht lange zurecht machen, der hat ja immer mich an seiner Seite und ich bin ja nun wirklich ein absoluter Hingucker! Das lenkt bestens von Papis Falten ab!

Deine Lisa

   
   
08.10.2017  
   
Liebes Tagebuch,

den gestrigen Tag kann man rückwirkend betrachtet in die Tonne hauen, knicken, am besten ganz schnell vergessen! Schon das Training auf dem Hundeplatz stand unter dem Motto „Warten auf die Regenpause“!

   
   
Dann schrieb mir meine Freundin Franny auch noch, dass sie gerade ihre Koffer packt und ein paar Tage in Urlaub fährt. Ich glaube, es geht an die Riviera … irgendwas mit viel Wasser war es jedenfalls!
   
   
Nicht einmal auf den Abend konnte man sich freuen, denn das Supertalent im Fernsehen durften wir Hunde alleine gucken. Unsere Papis waren nämlich mit unseren lieben Nachbarinnen beim Chinesen und haben sich die Bäuche vollgeschlagen.
   
   
Mehr gibt es über den Tag von gestern auch wirklich nicht zu berichten. Ich denke, dafür hast du Verständnis! Vom Wetter will ich lieber gar nicht erst anfangen!

Deine Lisa

 
   
   
 
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