Prinzessin des Vereins und zertifizierter Begleithund
   
(c) by Wolfgang Goltz  
   
   
28.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

große Dinge werfen ihre Schatten voraus! Gestern hat Papi praktisch den ganzen Tag mit Oma und Tante Tanja telefoniert, um für unseren Besuch am Wochenende alles Nötige abzuklären.

   
   
Wenn eine echte Prinzessin kommt, dann ist das praktisch wie ein Staatsbesuch und da gibt es natürlich einiges zu bedenken und vorzubereiten. Tante Tanja ist jetzt schon mit den Nerven am Ende!
   
   
Und während der Backofen bei Oma praktisch gar nicht mehr kalt wird, machen sich Onkel Daniel und Opa Gedanken über die Sicherheit! Wie gut, dass Onkel Daniel bei der Polizei ist und bereits 3 Sonderkommandos zu meinem Schutz abstellen konnte.
   
   
Menüpläne für die einzelnen Tage musste ich zum Glück nicht groß mit Oma austauschen. Oma weiß, was Papi, Peggy und ich gerne mögen und Papa Micha macht ja sowieso Diät!
   
   
Nur schade, dass ich meinen persönlichen Sicherheitsberater nicht mitnehmen darf, aber Tante Tanja hat selber 3 Katzen und fürchtet wohl, Kai-Uwe könnte denen den Kopf verdrehen!
   
   
Ich hoffe nur, die Presse bekommt von unserer Reise nichts mit! Ich möchte nämlich die Zeit mit der Familie verbringen und nicht den Zeitungsfritzen stundenlang Rede und Antwort stehen!
   
   
Heute kommen noch Tante Iris von gegenüber und Onkel Bernd vorbei, um sich in unser Sicherheitssystem und die Krankenpflege von Pepe einweisen zu lassen und dann kann es eigentlich losgehen. Langsam wird es spannend!

Deine Lisa

   

   
27.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

nach einer längeren Auszeit wegen Krankheit musste Papa Micha gestern endlich wieder zur Arbeit. Grund genug für uns, die Ruhe zu genießen und hätte Rocko uns nicht geweckt, hätten wir glatt unsere Runde am Nachmittag verpennt.

   
   
Tante Annemie hatte bereits ungeduldig auf unserer Bank im Wald auf uns gewartet. Umso froher war sie, als wir sie dann doch noch freudig begrüßen konnten.
   
   
Weil es wegen des Diät-Wahns von Papa Micha bei uns kaum noch etwas zu essen gibt, fürchtete Tante Annemie, wir wären bereits zu sehr entkräftet für unsere Runde.
   
   
Auf dem Rückweg trafen wir Tante Annemies junge Nachbarin (sie heißt übrigens auch Lisa) und auch die meinte, Peggy und ich würden total verhungert aussehen.
   
   
Am späten Nachmittag war dann noch Gartenarbeit angesagt. Ich liebe Gartenarbeit! Ich hätte Onkel Bernd nebenan stundenlang dabei zusehen können!
   
   
Und Oma hat bereits den örtlichen Supermarkt leergekauft. Sie kocht schon für das Wochenende vor, denn sie will Papi, Peggy und mich erstmal wieder aufpäppeln.
   
   
Wir können es dringend gebrauchen!

Deine Lisa

   

   
26.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

Kai-Uwe ist wirklich die Wucht in Tüten! Bereits bei unserer Morgenrunde erinnerte er uns daran, dass Oma gestern Geburtstag hatte und wir natürlich bei ihr anrufen wollten.

   
   
Oma hat sich auch sehr über unseren Anruf gefreut. Viel Zeit hatte sie aber nicht. Sie war gerade dabei, Schnitzel für ihre Familie zum Frühstück zu braten. Man wird eben nur einmal 90!
   
   
Wie Schnitzel schmecken haben wir wegen der Dauerdiät von Papa Micha inzwischen ganz vergessen und deshalb waren wir froh, dass wenigstens Tante Annemie nachmittags ein paar Leckerlis vorbeibrachte.
   
   
Und weil auch Kai-Uwe unter dem permanenten Futtermangel leidet, freute er sich ganz besonders und drückte unserer freundlichen Nachbarin seinen Dank aus.
   
   
Weil Tante Annemie aber eine resolute Persönlichkeit ist, hielt sie dann Papa Micha eine ordentliche Standpauke! Halbverhungerte Hunde und Katzen kann sie nämlich nicht ertragen!
   
   
Kennst du eigentlich dieses quälende Gefühl von Hunger? Ich war trotz des Leckerlis von Tante Annemie froh, dass Saskia am späten Nachmittag zu uns kam, um mich zu trösten!
   
   
Am Wochenende fahren wir zu Oma, um gemeinsam zu feiern und ich habe ihr gerade eine dreiseitige Liste geschickt, auf der das Futter steht, das sie bis dahin noch besorgen soll. Wir freuen uns schon ... auf Oma natürlich!

Deine Lisa

   

   
25.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

das war eine Überraschung am frühen Morgen gestern! Papis Auto war übergefroren! Dabei haben Peggy und ich unsere Winterpullover noch gar nicht rausgesucht!

   
   
Seit Wochen habe ich geredet, dass Papa Micha endlich die empfindlichen Pflanzen zum Überwintern aus dem Garten in unser Gästezimmer bringt und gestern musste dann plötzlich alles ratzfatz gehen!
   
   
Dass dabei dann immer Papis sündhaft teurer Senioren-Porsche als Lastenaufzug missbraucht wird, das kennen wir inzwischen! Ich hoffe nur, die Krankenkasse erfährt nichts davon!
   
   
Zwischendurch servierte mein neuer Butler dann das Mittagessen! Du siehst ganz richtig! Es handelt sich dabei um Onkel Bernd von nebenan, den Papa von Saskia!
   
   
Ich habe Onkel Bernd engagiert, damit er sich bei uns ein paar Taler nebenbei verdienen kann, denn das Geschäft in dem Autohaus, in dem er arbeitet, läuft im Augenblick wohl nicht so gut!
   
   
Das Gehalt für Onkel Bernd haben wir aber schnell wieder raus. Peggy und ich haben nämlich einen Weg gefunden, wie wir die Wasser- und Stromkosten für unsere neue Spülmaschine einsparen können!
   
   
Jetzt müssen wir aber erstmal zusehen, wie wir unsere beiden Papis wieder gesund bekommen. Ende der Woche wollen wir nämlich zu Oma fahren und ihren Geburtstag feiern und da müssen die Zwei wieder fit sein. Ich werde natürlich berichten!

Deine Lisa

   

   
24.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

auf dem Hundeplatz wurde gestern bereits heftig diskutiert, ob Papi trotz seiner schlimmen Influenza zum Training erscheinen würde, oder nicht. Ich glaube, es wurden sogar Wetten abgeschlossen!

   
   
Ich hatte zwar noch versucht, Papi die Teilnahme am Training auszureden, aber es nützte alles nichts! Wenn es um die Erfüllung seiner Pflichten geht, kennt Papi keinen Spaß!
   
   
Tante Beate, unsere 1. Vorsitzende, hatte sich aber bereits für gestern abgemeldet und da musste Papi eben ein Auge darauf haben, dass auch fleißig trainiert wird!
   
   
Ob Papis neueste Idee, auch den Zweibeinern ein wenig Bewegung zu verschaffen, um Erkältungskrankheiten vorzubeugen, so gut angekommen ist, wage ich allerdings zu bezweifeln!
   
   
Als Onkel Bernd abends hörte, dass Papi sich trotz seiner 42,8 Grad Fieber zum Hundeplatz geschleppt hatte, staunte er nicht schlecht! Er holt sich nämlich schon immer einen gelben Schein, sobald seine Temperatur die 37,5 Grad erreicht hat!
   
   
Ich fürchte nur, solange Papa Micha sich eine Krankschreibung nach der nächsten holt und Papi den ganzen Tag mit seinen Bazillen vollpustet, kann Papi nicht wieder gesund werden!
   
   
Letzte Nacht ist Papis Fieber aber wieder etwas gesunken. Das lag sicher daran, dass ich sämtliche Fenster geöffnet und für Durchzug gesorgt habe! Das hat ihn ein bisschen abgekühlt. Wie gut, dass Papi mich hat!

Deine Lisa

   

   
23.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

Papi hat gestern den ganzen Tag gelegen. Es ging ihm gar nicht gut. Kai-Uwe und ich haben die Wache übernommen und vorsichtshalber jede Viertelstunde Puls und Blutdruck gemessen!

   
   
Am frühen Nachmittag machte sich unser Kater aber dann daran, einen Kaffee aufzusetzen, denn Tante Annemie wollte Papi unbedingt einen Krankenbesuch abstatten.
   
   
Als Tante Annemie dann pünktlich erschien, haben Peggy und ich ihr schon an der Tür gleich ein paar Verhaltensmaßregeln mitgegeben. Papi brauchte nämlich absolute Ruhe!
   
   
Wir wissen ja noch gar nicht, welch horrende Arztkosten wieder auf uns zukommen wegen Papi und deshalb kam ich nicht umhin, unserer lieben Nachbarin den normalen Stundensatz für „persönliches Kaffeetrinken mit der Prinzessin“ zu berechnen.
   
   
Dafür wurde Tante Annemie dann aber auch einiges geboten! Zum Beispiel meine selbstgebackenen Vanillekipferl nach dem Rezept meiner Freundin, der Herzogin von Kent!
   
   
Und weil Papi ja nun unpässlich war, haben sich dann Papa Micha und Rocko sehr nett mit unserer bezaubernden Nachbarin unterhalten. Kai-Uwe und ich mussten uns ja um Papi kümmern.
   
   
Ich weiß jetzt schon, dass Papi sich heute mit seinen letzten Kräften zum Hundeplatz schleppen wird, denn das Samstagstraining lässt er nicht ausfallen! Selbst wenn er den Kopf unter dem Arm trägt!

Deine Lisa

   

   
22.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

2 Tage ist Papa Micha nun schon krank zuhause! Es ist schwer erkältet, aber keine Sorge, hier zuhause schont er sich sehr!

   
   
Prompt hat Papi sich gleich angesteckt! Der Umstand, dass Papi immer noch kurzärmelig mit uns durch die Botanik läuft, hat damit natürlich absolut nichts zu tun!
   
   
Sicherstes Anzeichen, dass es Papi nicht gut geht, ist immer seine Appetitlosigkeit. Dabei hatte ich ihm gestern einen ganz besonders leckeren Fisch besorgt.
   
   
Tante Annemie war sehr besorgt und brachte sogar ein paar Kopfschmerztabletten vorbei. Allerdings hatte sie verstanden, dass Kai-Uwe krank ist und gab ihm die Pillen.
   
   
Beim Training der Gerätespaßgruppe heute Abend habe ich uns bereits abgemeldet. Bei diesem Mistwetter muss Papi sich dort nicht noch den Tod holen!
   
   
Und obwohl es Papi sehr schlecht ging, er hatte mindestens 43,5 Grad Fieber, hat er sich nachmittags noch stundenlang mit der Homepage unseres Vereins beschäftigt und viele neue Fotos eingebaut. Doch glaubst du, das hat schon jemand gemerkt?
   
   
Das ist genau wie beim Hundetraining: mit dem Meckern sind die Zweibeiner immer schnell dabei. Aber mal ein schönes Lob aussprechen, damit tun sie sich schwer! Aber das ist nicht nur bei Hundehaltern so!

Deine Lisa

   

   
21.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

ich bin gerade im Stress! Papa Micha ist krank und zuhause und Papi war gestern erst wieder weit nach Mitternacht vom Training auf dem Hundeplatz zuhause!

   
   
Und nun kann ich machen, was ich will, ich bekomme die beiden einfach nicht wach! Ich werde morgen mehr berichten!

Deine Lisa

   

   
20.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

das highlight eines jeden Tages ist für Peggy und mich stets das Leckerli von Tante Annemie bei unserer Runde am Nachmittag. Man wird halt bescheiden auf seine alten Tage!

   
   
Doch gestern war das alles ganz nebensächlich, denn Peggy und ich wollten dringend einen Rat von Tante Annemie haben. Es ging um den Krach, den Rocko neuerdings veranstaltet. Wir sind einfach ratlos!
   
   
Peggy wollte wissen, ob Tante Annemie vielleicht einen speziellen Papageien-Trainer kennt. Was es für Hunde gibt, das muss es doch auch für Vögel geben, da war Peggy sich sicher!
   
   
Nach langem Überlegen meinte Tante Annemie, sie kannte mal jemanden mit einem Flohzirkus! Der hat also Flöhe dressiert! Aber ein Papageien-Flüsterer ist auch ihr leider noch nicht begegnet.
   
   
Papi ist mit den Nerven zu Fuß! Gestern ist er 3 Stunden mit uns mit dem Auto durch die Gegend gefahren, um dem Lärm von Rocko, der mal wieder an seinen Gitterstäben zupfte, zu entkommen! Aber so kann es bei den heutigen Spritpreisen natürlich nicht weitergehen!
   
   
Doch dann fiel mir eine Lösung des Problems ein und diese Lösung war auch noch ganz einfach! Du musst nur ganz genau hinsehen! Dort hinten auf dem Baum sitzt Rocko auf dem Weg in die Freiheit!
   
   
Doch ich hätte es wissen müssen! Am Abend klopfte plötzlich jemand zaghaft an unsere Terrassentür. Draußen stand Rocko. Er meinte, für einen längeren Rundflug sei ihm das Wetter zu schlecht gewesen! Jetzt sitzt er wieder in seinem warmen Käfig und Peggy und ich sind genauso schlau, wie zuvor!

Deine Lisa

   

   
19.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

irgendwann war Papi gestern am Ende und deshalb kamen am späten Vormittag ein paar freundliche Herren aus der Nervenklinik vorbei und haben ihn mitgenommen!

   
   
Zuvor hatte Rocko stundenlang an seinen Gitterstäben gezupft und damit einen Höllenlärm erzeugt, immer der gleiche Ton und das ohne Unterbrechung und das hatte Papi zur Verzweiflung gebracht!
   
   
Aber nicht nur Papi war völlig genervt, auch wir Tiere hatten keine Chance, diesem Höllenlärm zu entgehen und Rocko ließ auch absolut nicht mit sich reden!
   
   
Im Gegenteil! Je mehr Papi mit unserem Vogel schimpfte, desto lauter zupfte er an seinen Gitterstäben und ich kann dir versichern, dieses Geräusch geht wirklich durch Mark und Bein!
   
   
Und schuld an dem Theater ist mal wieder Papa Micha! Der hatte seinem Geier so sehr von seinem Workshop mit seinem Musikantenstadl am Sonntag vorgeschwärmt, dass Rocko jetzt der Meinung ist, er will auch Musiker werden!
   
   
Papi konnten wir abends wieder abholen. Man hat ihm äußerste Ruhe verordnet und als Papi von dem leckeren Rezept für Papageien-Mett berichtete, dass er in der Klinik bekommen hatte, wurde Rocko auch plötzlich viel stiller!
   
   
Noch schlafen hier alle, aber sollte Rocko heute wieder solch einen Radau machen, dann werde ich ihn für ein paar Tage an den Vogelpark Walsrode ausleihen. Da merkt er hoffentlich auch gleich, wie gut er es hier zuhause hat!

Deine Lisa

   

   
18.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

ausgerechnet an seinem letzten Urlaubstag hatte Papa Micha noch einen Workshop mit seinem Musikantenstadl und deshalb machte er sich gestern schon in aller Frühe auf den Weg.

   
   
Er war nur froh, dass er seine Instrumente nicht noch mitschleppen musste! Mit den ganzen Trommeln in der Bimmelbahn, das wäre sicher etwas unbequem gewesen!
   
   
Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf machten wir uns mit Papi auf den Weg zu Tante Annemie. Zwei Wochen hatten wir uns nicht gesehen, doch statt mit Freudentränen in den Augen auf uns zu warten, ließ die gute Frau sich Zeit. Man glaubt es kaum!
   
   
Und anstatt sich über unser Wiedersehen zu freuen, wollte Tante Annemie wissen, was der Sitzstreik vor ihrer Pforte zu bedeuten hat. Ich bitte dich, aber nach 2 Wochen waren Peggy und ich auf Leckerli-Entzug, das kannst du dir sicher vorstellen!
   
   
Doch Peggy und ich sind ja nicht aus Dummsdorf! Tante Annemie hat uns dann zu unserer Bank im Wald begleitet und dabei haben wir ihr gleich noch ein paar Leckerchen aus dem Kreuz geleiert!
   
   
Auf dem Rückweg waren Peggy und ich reichlich gesättigt und gestärkt! Die verpassten Leckerlis der letzten 14 Tage hatten wir beinahe wieder raus!
   
   
Der Urlaub von Papa Micha ist vorbei! Jetzt kann der Alltag wieder einkehren bei uns und das bedeutet, dass wir uns gleich nochmal für 1 bis 3 Stunden aufs Ohr legen! Wat mutt, dat mutt!

Deine Lisa

   

   
17.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

gestern hatten wir kein Training auf dem Hundeplatz und geregnet hat es auch nicht und deshalb schlug ich Peggy vor, wir könnten mal eine Art „Bestandsaufnahme“ in unserem Viertel machen.

   
   
Besonders am Herzen liegt uns das Wohl der Tiere auf den Weiden, das kannst du dir sicher vorstellen und wir konnten beruhigt feststellen, dass noch genug Futter vorhanden ist.
   
   
Peggy hatte zwar wieder mal ihre Brille vergessen, trotzdem konnte sie sich davon überzeugen, dass der Mais inzwischen überall ordnungsgemäß abgeerntet wurde.
   
   
Ein immer wiederkehrendes Problem ist die Entsorgung des Laubs in den Seitenstraßen. Aber auch dort fanden Peggy und ich keinerlei Grund zur Beanstandung.
   
   
Viele Häuser in unserem Viertel werden nur an den Wochenenden genutzt und stehen ansonsten leer und könnten von Ganoven für konspirative Treffen genutzt werden. Doch Peggy fand zum Glück keinerlei Hinweise dafür!
   
   
Kai-Uwe hatte ausnahmsweise keine Lust uns zu begleiten und deshalb hatte ich ihn gebeten, in der Zwischenzeit mein Bett warmzuhalten. Das hat er dann mit solchem Eifer getan, dass ich ihn kaum wieder wach bekam.
   
   
Fazit: Dank des unermüdlichen Einsatzes der Prinzessin ist in unserem Viertel alles in bester Ordnung! Der Winter kann also kommen!

Deine Lisa

   

   
16.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

eigentlich wollten Peggy und ich meinen Freund William Shatner alias Captain Kirk gestern mit auf unsere Morgenrunde nehmen und ihm die schöne Lüneburger Heide zeigen. Aber die 40 km, die wir jeden Morgen laufen, waren ihm in seinem hohen Alter zu anstrengend.

   
   
Gegen Mittag war Kai-Uwe bereits etwas genervt, denn mein Schauspieler-Freund ist ziemlich redselig und das mit seinem breiten amerikanischen Akzent! Das ist ganz schön anstrengend!
   
   
Und deshalb waren wir nicht wirklich traurig, als Mr. Shatner dann am frühen Nachmittag wieder abgeholt und nach Hause gebracht wurde! Das wurde höchste Zeit!
   
   
Vorher hatte William aber Tante Annemie noch einen kurzen Besuch abgestattet. Die Zwei haben 1936, also noch vor seinem großen Durchbruch als Captain Kirk, zusammen am Broadway gespielt.
   
   
Zwei Wochen haben wir darauf gewartet, dass Papa Micha endlich was im Garten macht und kaum hatte er gestern endlich angefangen, da klingelte das Telefon und Tante Martina und Onkel Andreas kündigten sich zum Kaffee an.
   
   
Wir waren nur froh, dass Captain Kirk schon weg war! Tante Martina und Onkel Andreas sind zwar auch Fans vom Raumschiff Enterprise. Aber die Zwei mochten immer Mr. Spock viel lieber!
   
   
Aber jetzt genießen wir mal eines der seltenen Wochenenden ohne Hundeplatz! Wegen unseres Obedience Turniers fällt das Training aus. Bei dem doofen Wetter ist das auch mal nicht schlecht!

Deine Lisa

   

   
15.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

bei unserer Morgenrunde gestern hatte Peggy ein schlechtes Gewissen. Sie hatte nämlich ganz vergessen mir zu erzählen, dass sich am Vortag mal wieder prominenter Besuch bei uns angekündigt hatte. Ich fiel aus allen Wolken!

   
   
Aber ich muss ganz von vorn berichten. Du hast sicher davon gehört, dass der bekannte Schauspieler und Captain Kirk Darsteller William Shatner vorgestern ins All geflogen ist.
   
   
Doch das ist so nicht ganz richtig! Mein alter Freund William hatte nämlich aufgrund seines Alters von 90 Jahren plötzlich Angst bekommen, war kurzerhand ausgebüchst und hatte Zuflucht bei mir gesucht. Wo auch sonst?
   
   
Und ich hatte mich noch gewundert, warum Peggy so kurz vor Weihnachten noch unter die Dusche gesprungen ist! Sie ist nämlich ein Riesen-Fan von Raumschiff Enterprise und wollte für ihr großes Idol gut riechen.
   
   
Mit dem Namen Captain Kirk konnte Kai-Uwe zwar nicht viel anfangen, das war vor seiner Zeit. Trotzdem wollte er wissen, wen man denn stattdessen ins All geschossen hat.
   
   
Aber auch dieses Geheimnis wurde gestern noch gelüftet! Onkel Bernd von nebenan hatte sich auf eine Anzeige im Buchholzer Wochenblatt beworben und war prompt genommen worden!
   
   
Mich hat das nicht gewundert! Onkel Bernd mussten sie nämlich nicht groß schminken, damit er aussieht, wie ein 90jähriger! Auch die Weltraum-Fuzzies müssen sparen!

Deine Lisa

   

   
14.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

man könnte sagen, der gestrige Tag stand unter dem Motto „Hygiene“. Papa Micha war nämlich der Meinung, es wurde dringend mal wieder Zeit für ein neues Katzenklo!

   
   
Anschließend ging es dann zum führenden Discounter des Ortes, um auch noch Katzenstreu, Taschentücher und Klopapier zu kaufen. Das Klopapier ist natürlich für unsere Papis, nicht für die Katzen!
   
   
Natürlich habe ich streng darauf geachtet, dass Papa Micha die Sachen aus dem Angebot kauft und nicht den teuren Krempel! Wenn ich da nicht immer so aufpassen würde, wären wir längst pleite!
   
   
Als wir wieder zuhause waren, habe ich mich dann auch gleich mal um die Hygiene von unseren Papis gekümmert! Die wissen nämlich scheinbar noch gar nicht, für was eine Spülmaschine alles gut ist!
   
   
Am frühen Abend kam Saskia wieder rüber, um Französisch zu üben und dabei erzählte sie uns, dass sie gestern im Biologie-Unterricht Fische seziert haben. Das war wohl sehr interessant!
   
   
Und weil sie eine der armen Kreaturen mitgebracht hatte, hatte ich gleich etwas, das ich unseren Papis zum Abendessen zubereiten konnte. Ausgenommen war das Vieh zum Glück ja schon!
   
   
Langsam geht der Urlaub von Papa Micha dem Ende zu und wir sind gespannt, was wir in den letzten Tagen noch unternehmen werden. Viel kann es ja leider nicht mehr sein.

Deine Lisa

   

   
13.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

weil wir noch ein bisschen Kuchen von Onkel Peter übrig hatten, haben Peggy und ich gestern bei unserer Morgenrunde überlegt, wen wir denn mal zum Kaffee einladen könnten.

   
   
Kai-Uwe schlug spontan vor, wir könnten doch Tante Iris von gegenüber fragen. Er meinte, sie hat auch gerade Urlaub und außerdem war sie schon ziemlich lange nicht mehr bei uns!
   
   
Doch kurz bevor Tante Iris eintraf, passierte das Malheur! Als Papa Micha den leckeren Kuchen hereinholen wollte, löste sich der Deckel von der Tortenhaube und das köstliche Gebäck landete auf dem Boden!
   
   
Zum Glück hatte Papi den meisten Kuchen bereits am Vortag vertilgt und den Rest konnte Papa Micha gerade noch retten. Tante Iris trug die ganze Sache dann zum Glück auch noch mit Humor.
   
   
Tante Iris hatte ihre kleine Enkeltochter, die gerade ein paar Tage bei ihr ist, mitgebracht und der süßen Kleinen schien der Kuchen ebenfalls gut zu schmecken!
   
   
Die kleine Zoe meinte sogar, sie wäre ein bisschen gewachsen, nachdem sie fast ein ganzes halbes Stück Kuchen verdrückt hatte und Papa Micha konnte ihr diese Vermutung dann auch sofort bestätigen.
   
   
Es geht doch wirklich nichts über eine nette Nachbarschaft! Aber ich glaube, das sagte ich schon einmal, oder?

Deine Lisa

   

   
12.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

nach dem schönen Wochenende mussten wir gestern erstmal unsere Vorräte auffüllen. Auf dem Programm standen wieder Penny, Edeka und Baumarkt. Wie immer!

   
   
Bei der Rückkehr wartete dann eine Überraschung auf uns! Onkel Peter, der offenbar immer Angst hat, wir könnten verhungern, hatte ein paar Zentner leckeren Kuchen vorbeigebracht!
   
   
Und dann warteten wir auf Saskia! Die kam aber nicht, denn zur Schonung von Papa Michas arg strapazierten Nerven ist sie in seiner zweiten Urlaubswoche nachmittags bei ihrer Tagesmutter Karla. Das hätte er uns ja auch mal sagen können!
   
   
Man muss Verständnis dafür haben! Für seine wichtigen Internet-Geschäfte braucht Papa Micha immer sehr viel Ruhe. Er kann sich einfach nicht konzentrieren, wenn jemand in seiner Nähe laut atmet!
   
   
Am frühen Abend erschien Saskia aber dann doch noch, um mit Papa Micha Französisch zu üben. Sie hatte auch wieder fleißig gelernt und sich vorbereitet! Sie ist eben echt sprachbegabt!
   
   
Peggy und Kai-Uwe, die dank meiner Ausbildung schon lange perfekt Französisch sprechen, waren dann auch total begeistert von Saskias Sprachkenntnissen und ihrer hervorragenden Aussprache!
   
   
Englisch lernt die junge Dame übrigens bei Papi und mir und ab und zu, wenn sie besonders fleißig gelernt hat, darf sie mit meiner Freundin Elisabeth II telefonieren. Das übt natürlich auch noch!

Deine Lisa

   

   
11.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

lieber Besuch zum Frühstück hatte sich für gestern angekündigt und deshalb hat unser Küchenchef Kai-Uwe das Frühstücksbuffet kurz vor dem Eintreffen sogar noch persönlich abgenommen.

   
   
Onkel Herbert gab sich mit Sohn und Schwiegertochter die Ehre und ich hatte den Eindruck, unsere lieben Freunde haben sich sehr wohlgefühlt und das gemeinsame Frühstück genossen.
   
   
Nachdem sich unser Besuch verabschiedet hatte, wurde es dringend Zeit für unser Mittagsschläfchen, denn für 15 Uhr hatte sich bereits der nächste Besuch zum Kaffee angekündigt.
   
   
Papi hatte nichts verraten. Umso größer war die Überraschung, als meine liebe langjährige Freundin Tante Annegret uns besuchte. Ich habe mich wirklich riesig gefreut.
   
   
Papi hatte zwischendurch noch schnell ein bisschen Kuchen besorgt und wir haben einen schönen Nachmittag verbracht und in alten Erinnerungen geschwelgt, als Tante Annegret mich noch als Welpen trainiert hat.
   
   
Abends war Papi dann richtig k. o. und wir Hunde hatten ordentlich abgesahnt, denn natürlich hatten unsere Besucher uns feine Leckerlis mitgebracht. Kai-Uwe war total neidisch. Hund müsste man eben sein!
   
   
Das war ein wirklich ereignisreicher Sonntag. Mal sehen, was die neue Woche uns alles bringt. Wir sind schon sehr gespannt!

Deine Lisa

   

   
10.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

ich konnte heute Papi kaum wach bekommen, denn das Wochenende war bisher schon ziemlich anstrengend für ihn! Das ging Freitag beim Training der Gerätespaßgruppe bereits los!

   
   
Zwei Stunden waren Papi und ich auf dem Platz, denn ein Reporter vom Wall-Street-Journal war anwesend und wollte für seinen Artikel, über die Beständigkeit und Eleganz im Deutschen Hundesport Fotos von Papi und mir machen.
   
   
Die übrigen Teilnehmer am Training wurden zwar auf eine harte Geduldsprobe gestellt, bis sie endlich drankamen, aber wenn die Prinzessin den Verein repräsentiert, müssen halt alle anderen warten!
   
   
Und gestern brummte es wegen des schönen Wetters auf dem Hundeplatz! Papi blieb kaum Zeit für einen Kaffee zwischendurch! Das war ziemlich stressig für Papi!
   
   
Dass sich die Anwesenden anschließend dann per Handschlag bei Papi für sein überragendes Training bedankt haben, hat ihm dann aber den Tag gerettet! Da war der Stress gleich wieder vergessen.
   
   
Peggy und ich haben Papi gestern ausnahmsweise nicht begleitet. Wir haben hier zuhause fleißig für den Wettkampf im „Synchron-Betteln bei Tisch“ trainiert! Wir haben echte Chancen auf einen Pokal!
   
   
Aber jetzt müssen wir uns mal wieder beeilen, denn wir erwarten lieben Besuch zum Frühstück! Natürlich werde ich morgen ausführlich berichten!

Deine Lisa

   

   
09.10.2021  
   
Liebes Tagebuch,

Gestern war Freitag. Zeit für das Training unserer Gerätespaßgruppe und Saskia hatte den ganzen Nachmittag damit verbracht, einen besonders kniffligen Parcours zu entwerfen.

   
   
Tante Gaby und Tante Sabine hatten zwar auch ein paar Ideen zu Papier gebracht, aber die waren bei weitem nicht so verzwickt wie das, was Saskia sich ausgedacht hatte.
   
   
Die Versicherung verlangt, dass solche Parcoure immer erst vom ranghöchsten anwesenden Vereinsmitglied abgesegnet werden. Aber damit musste ich mich nicht lange aufhalten. Ich hatte Saskias Entwurf ja bereits am Nachmittag für gut befunden.
   
   
Und dann war es endlich so weit und Onkel Gerd durfte das Training per Rauchzeichen eröffnen. Dieses Ritual ist stets dem gesichtsältesten Vereinsmitglied vorbehalten! Wenn Onkel Gerd nicht da ist, macht Papi das immer!
   
   
Peggy hatte die ganze Woche heimlich trainiert und wollte gestern eigentlich mit einer besonders guten Darbietung glänzen. Doch dann sah sie plötzlich, dass ihr Schwarm Marten auch anwesend war und schon war Peggy völlig durch den Wind!
   
   
Saskia konnte machen, was sie wollte! Peggy schien vor lauter Herzklopfen wegen Marten plötzlich alles vergessen zu haben, was sie je in ihrem Leben von Agility und Gerätesport für Hunde gehört hatte!
   
   
Saskias Parcours wurde dann zu einer echten Herausforderung für alle Anwesenden. Nur Peggy verzichtete auf die weitere Teilnahme am Training. Kinder, was muss Liebe schön sein!

Deine Lisa

   

 
 
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